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Ernährung in Kraftsport, Bodybuilding und Fitness!

Die Anabole Diät

Diese Diätform (auch ketogene Diät genannt) geht auf den amerikanischen Arzt Dr. Atkins zurück und wurde in erster Linie für die Gewichtsabnahme konzipiert.

Das Prinzip besteht grundsätzlich darin, dass man alle Lebensmittel, die ausschließlich Fett und Eiweiß enthalten, uneingeschränkt essen darf. Lediglich die täglich zugeführte Kohlenhydratmenge muss bei 30g oder weniger gehalten werden.
Moderatere Varianten erlauben auch etws mehr Kohlenhydrate im Bereich von 100g bis 150g pro Tag.

Wie funktioniert eigentlich die Ketose (=Stoffwechselvorgang, der dieser Diätform zugrunde liegt)?
Nach ca. drei Tagen nahezu kohenhydratfreier Kost hat der Organismus seine gesamten Kohenhydratspeicher in Leber und Muskeln geleert. Nun stehen nur mehr Fett und Eiweiß als Energiespender zur Verfügung.

Durch den andauernd niedrigen Blutzuckerspiegel kann das wenige Insulin den Fettabbau nicht mehr behindern, die Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettzellen wird geradezu gefördert!
Normalerweise brennen die Fette ja besonders gut im "Feuer der Kohlenhydrate". Da aber gerade Zucker jetzt fehlt, kommt es vermehrt zu einer Ansammlung von Fettabbaubruchstücken. Diese muss unser Körper nun über einen Stoffwechselumweg verwerten, der normalerweise nur in einem geringen Ausmaß beschritten wird - die sogenannte Ketogenese.

Dr. Atkins argumentierte: Weil wir die im Fett enthaltenen Kalorien sowieso teilweise als Ketonkörper wieder ausscheiden und unser Körper nichts anders mehr verbrennen kann als Fett, zählen die kalorien nicht. Zusätzlich wird durch die anabole Diät auch noch die Fettspeicherung in den Fettzellen stark gebremst - ohne Kohlenhydrate wird ja kaum noch Insulin ausgeschüttet. Fett und Eiweiß dürfen daher ohne Einschränkung gegessen werden.

Was hat das Ganze jetzt mit dem Muskelaufbau zu tun?

Natürlich kann man auch mit dieser Ernährungsform einen Kalorienüberschuss und somit eine positive Stickstoffbilanz erreichen. Bei der "Bodybuilding-Variante" wird außerdem meistens an 5-6 aufeinanderfolgenden Tagen fast zur Gänze auf Kohlenhydrate verzichtet, um dann (bspw. am Wochenende) mit extrem erhöhter Kohenhydratzufuhr bei gleichzeitiger Fettreduktion die Muskulatur wieder aufzuladen.
Da das nur an 1-2 aufeinanderfolgenden Tagen geschieht, und die Kohenhydratspeicher völlig entleert sind, ist in diesem Zeitraum mit keiner Fetteinlagerung zu rechnen. Die Kohlenhydrate werden regelrecht in die Muskulatur "gesaugt"!

Ein weiterer Faktor, den die Anhänger der anabolen Diät hervorheben, ist das hormonelle Milieu, welches durch die erhöhte Fettzufuhr geschaffen wird.
Es soll dem während der Einnahme von Steroiden ähnlich sein, denn schließlich wird durch viel Fett die Ausschüttung von Wachstumshormon, Testosteron und vielen anderen Hormonen angeregt.

Die Folge soll Muskelwachstum bei gleichzeitigem Körperfettverlust sein, insbesondere wenn man am kohlenhydratreichen Wochendene den Effekt des Insulins richtig auszunützen weiß.

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