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Ernährung
in Kraftsport, Bodybuilding und Fitness!
Fette
Nahrungsfette
sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte der Energieträger Nummer
1: Fette liefern mehr als die doppelte Menge Energie wie Kohlenhydrate
oder Eiweiße. Der unmittelbare Energiebedarf wird allerdings
in der Regel durch Kohlenhydrate gedeckt, da die Fettverbrennung,
die sog. Lipolyse, trotz des höheren Energie-Gewinns für
den Organismus aufwendiger ist.
Jegliches zuviel
an Energie, was über die Nahrung zugeführt wird, speichert
der Körper in Depots, so werden die nicht verbrannten Fette
vom Körper als Depot- und als Baufett gespeichert. Diese Energiespeicherform
ist sehr gewichts- und platzsparend. Hätte beispielsweise ein
Vogel seinen Energievorrat in Kohlenhydraten statt in Depotfett
angelegt, könnte er nicht vom Boden abheben. Während längerer
Hunger- und Mangelzustände greift der Körper auf seine
Energiereserven, die Depotfette, zurück. Je nach äußeren
Umständen werden diese in "guten Zeiten" entsprechend
aufgefüllt, um für schlechte Zeiten gewappnet zu sein.
Bei körperlicher
Anstrengung wird zuerst die Energie aus Kohlenhydraten verbraucht,
anschließend wird auch hier auf die Energie aus den Fettdepots
zurückgegriffen, allerdings geschieht dies erst nach etwa 30
Minuten kontinuierlicher körperlicher Belastung. Die Fettverbrennung
wird dabei vor allem bei leichteren Ausdauerbelastungen aktiviert,
denn je intensiver die sportliche Aktivität ist, desto größer
ist die Energiedeckung durch die schneller verwertbaren Kohlenhydrate.
Für alle, die lästige Fettreserven durch Sport loswerden
wollen, gilt also: Mindestens eine halbe Stunde bei mäßiger
Belastung ohne Unterbrechung trainieren, erst danach geht es den
Pölsterchen an den Kragen!
Neben ihrer
Rolle als Energielieferanten sorgen die Nahrungsfette auch dafür,
dass die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K im Organismus
resorbiert werden können. Das Zusetzen von Butter z.B. an Möhrengemüse
dient also nicht nur der Entfaltung des Aromas, sondern auch der
verbesserten Aufnahme des in den Möhren enthaltenen Vitamin
A. Damit ist auch schon eine weitere wichtige Eigenschaft der Fette
angedeutet. Die meisten Aroma- und Geschmacksstoffe sind lipophil,
d.h. fettlöslich; Käse oder andere Molkereiprodukte mit
einem hohen Fettanteil schmecken daher besser. Jeder, der sich schon
einmal einer strengen fettarmen Diät unterzogen hat, weiß,
dass mit dem Fett auch ein Großteil des Geschmacks verschwunden
ist.
Vorkommen und
Funktion von Fetten im Menschlichen Organismus im Überblick:
- Im weißen
Fettgewebe: Depot- oder Speicherfett sowie "hungerfestes"
Baufett
- Im braunen
Fettgewebe: Wärmeregulation
- Mechanischer
Schutz von Organen z.B. Nierenfett
- Hautschutz
gegen äußere Einflüsse
- Vehikel für
die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K, Provitamin
Karotin) sowie von Aroma- und Geschmacksstoffen
- Quelle für
z.T. essentielle Fettsäuren, die für den Aufbau der
Zellen bzw. Zellmembranen und für verschiedene Stoffwechselvorgänge
benötigt werden. Sie steuern die Resorption (Aufnahme) der
Fette aus dem Darm, regulieren den Fettstoffwechsel und helfen,
einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken.
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